come on, be happy!

Wenn man sich entscheidet zu heiraten, dann hängt der Himmel voller Geigen, alles ist super flauschig und man denkt "JACKPOT!" - ab hier geht es nur bergauf und immer schön gen siebten Himmel - denn man liebt sich ja!

Und bestimmt ist jeder dann auch guter Vorsätze und glaubt an einst gehörte Sätze wie "Ich liebe dich so, wie Du bist!" und "Verändere dich bloß nicht!"..., bis die Realität einsetzt und Du merkst, dass im Himmel nicht immer nur schöne Klänge ertönen! Du lernst den anderen besser kennen und merkst, dass Du um mit dem klar zu kommen, was da so im Gesamtpaket enthalten ist, dich entweder ändern oder anpassen musst, oder es halt ständig knallt, scheppert, kracht - eben Terror im Paradies herrscht!

Interessanterweise ist es dann meist die Frau, die zum Wohle der Beziehung/Ehe Abstriche vornimmt und sich selbst zurückschraubt, denn dem Partner fällt oft gar nicht auf, welchen Teil er eigentlich selber dazu beiträgt, dass eben nicht mehr alles so flauschig ist! Sie fängt an, an sich zu zweifeln und denkt, dass es dann wohl an ihr liegen muss, wenn sie nicht so glücklich ist, wie sie es sich mit der Heirat vorgenommen hat und guckt, was sie denn alles ändern kann, damit es doch wieder so schön ist/wird, wie es mal war...

Und ein Teil von ihr denkt laut: BIST DU NOCH GANZ DICHT!? 

Blöd ist nur, dass man eigentlich mit niemandem wirklich über so etwas reden kann, denn wie erklärt man seinen Freundinnen, die einen vielleicht sowieso für verrückt erklärt haben, dass sich der Traumprinz ein wenig wieder zurück in die Froschrichtung entwickelt hat? Wie bringt man seiner Mutter bei, die sowieso besorgt für ihre Tochter war, dass doch alles nicht so rosig ist, wie man ihr versichert hat? Dass man nicht so glücklich ist, wie man gehofft hat und sich manches Mal dann doch an das jetzt um so süßer erscheinende Single-Leben zurücksehnt? 

So schnappt Cinderella sich den Besen wieder und putzt jetzt umso energischer den Palastboden - vielleicht lässt sich der Frust ja hinwegfegen? Denn dieses Mal gibt es kein "bibbedi babbedi boo" und Feenstaub, da muss sie jetzt allein durch! Und Dornröschen wünscht sich, der Prinz hätte sie nicht wachgeküsst, denn neben seinem Schnarchen bekommt sie nun gar keinen Schlaf mehr; während Schneewittchen sich wieder die 7 Zwerge herbewünscht, denn da wusste sie schon anhand der Namen, wer in welcher Stimmung ist und brauchte nicht jeden Tag hoffen, dass ihr Prinz bei guter Laune ist, damit sie nicht rausfinden muss, was sie mal wieder falsch gemacht hat und wie ihr das nur wieder passieren konnte, ihn zu verstimmen...

Die Märchenschreiber wissen schon, warum sie beim Kuss aufhören und alle glücklich bis an ihr Lebensende sein lassen - den über den Rest der danach kommt nachzudenken, macht einfach eine Scheißangst! 

10.8.09 16:19

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


esmee / Website (10.8.09 18:34)
Hört sich nach einer riesigen Portion Zusatzverantwortung an. Darf ich fragen wie alt die Kinder Deines Mannes sind? Der Alltag ist natürlich immer ein anderer, als der, den sich Prinzessin, im Rausch der Gefühle, vorgestellt hat. Dennoch solltest Du nicht gleich das Handtuch werfen. Rede mit Deinem Mann, auch wenn es schwerfällt. Ohne gute Gespräche kommst Du da nicht weiter.
LG esmee


Kruemel / Website (10.8.09 18:53)
Hmm können wir uns da etwas zusammentun?Kann so nachvollziehen was du da schreibst, denn mir geht es änlich. Und dabei bin ich noch nicht mal in den Hafen der Ehe eingeschippert. UNd auch ich frage mich, was kann ich bloß tun, wem was erzählen?!
Letztlich bleibt wohl nur mit dem Partner reden über und Kompromisse finden.
Fühl dich geknuddelt.

LG
Dani

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